

21. Okt. 2021
Die japanische und südafrikanische Küche haben auf den ersten Blick nicht viel gemeinsam. Trotzdem ist die Kombination harmonisch, sagen die Betreiber des Restaurants Sojo.
Einer der neuen Gastro-Trends, das ließ sich hier schon öfters feststellen, ist die Verbindung von Länderküchen, die auf den ersten Blick eigentlich nicht zusammenpassen. Recht schön lässt sich das am neuen Restaurant des Deutschen Theaters beobachten. Sojo heißt es, das ist die Kurzform von "South Journey", und die Reise geht in den Süden Asiens und Afrikas, sprich: in die Küchen von Japan und Südafrika. Darauf muss man erst mal kommen, das gibt auch Minh Vu zu, der für Konzept und Küche verantwortlich zeichnet, zusammen mit dem Restaurantleiter und Geschäftsführer Thung Tran. "Wir sind wahrscheinlich die Einzigen, die so etwas machen", sagt er. Vu ist ein Mann, dem es Spaß macht, immer wieder neue Konzepte auszubrüten. Zehn Jahre lang hat er in Nürnberg vier verschiedene Lokale in einer einzigen Straße aufgebaut, alle mit einem anderen kulinarischen Konzept. In der Schwanthalerstraße begnügt er sich erst einmal mit dem Restaurant im Deutschen Theater. Groß genug ist das ja, allein innen haben mindestens 150 Personen Platz. In nur sechs Wochen haben Vu und Tran mit ihren Partnern das Lokal komplett umgebaut und in einen zauberhaften Dschungel verwandelt, an dem man sich kaum sattsehen kann. Sattessen ist hingegen gut möglich - mit Sushi, Nigiri, Wagyu-Rindersteaks bis hin zu Blumenkohl, Fischeintopf und - ja, das gibt es in Südafrika - Rinderroulade mit Hummus. "Die japanische Küche ist eher leicht", sagt Minh Vu, "die südafrikanische mit ihren Gewürzmischungen eher intensiv, aber die Kombination ist oft sehr, sehr stimmig."
(Sojo Restaurant, Schwanthalerstraße 13, Mittwoch/ Donnerstag 12-15 und 17-23 Uhr, Freitag/Samstag 12-0 Uhr, Sonntag/Feiertag 16-23 Uhr, Telefon 51 51 92 33, www.sojo-munich.de).