Gut essen und dabei noch Gutes tun

20. Juni 2016

Im CôDung kommt ein Teil der Rechnung vietnamesischen Kindern zugute.

Dass man im CôDung an der Färberstraße gut essen kann, hat sich in der Stadt mittlerweile herumgesprochen. EinenTisch ohne Reservierung zu ergattern - dafür braucht man Glück. Dass man im CôDung mittlerweile aber auch Gutes tun kann, ist neu. Die NZ hat es ausprobiert.

„Red Sunset“ heißt das Glück im Glas. Leicht säuerlich, fruchtig, frisch - so macht Spenden Spaß. Wer den alkoholfreien Drink ordert, der darf sich auch gleich noch an dem guten Gefühl erfreuen, dass ein Teil des Erlöses benachteiligten Kindern in Vietnam zugute kommt. „Ich spende schon lange“, sagt CôDung-Chef Binh Minh Vu. Bislang hat er das immer privat gemacht. Als er neulich einmal wieder in Asien war, um sich für neue Gerichte Inspirationen zu holen, ist ijm die Idee gekommen,auch seine Gäste mitspenden zu lassen.

„Für einen Euro bekommt in Deutschland nur wenig“, sagt er. In Vietnam, hingegen reiche das für ein Mittagessen. Die Schere in dem asiatischen Land geht weit auseinander, sagt er. Immer noch leiden dort Kinder unten den Spätfolgen des Krieges - können jedoch mangels Geld nicht ausreichend medizinisch behandelt werden. Binh Minh Vu will helfen. Neben dem Cocktail, hat er deshalb auch „Yellow Chicks“, mit auf die Karte genommen: Drei Saté-Spieße mit Sesamreis und Erdnusss-Soße, jeder Menge frischem Gemüse und einem kleinen Tomatensalat.

Man weiß gar nicht, wo man anfangen soll - aber das ist im CôDung irgendwie sowieso normal. Am Ende geht man glücklich, und das nicht nur, weil man etwas Gutes getan hat.