Ein großer Teller Nudelsuppe macht immer glücklich

3. Mai 2018

NÜRNBERG - Weizenmehl mit hohem Protein-gehalt, Salz, Wasser und "ein paar Geheimzutaten": Daraus bestehen die selbstgemachten Ramen-Nudeln, die der neuen Lokalität "Ramencado" in der Färberstraße ihren Namen geben.

Dahinter steckt Binh Minh Vu, der den Nürnbergern bestens durch sein immer voll besetztes Restaurant "Codung" gleich gegenüber bekannt ist.

Ramen also, japanische Nudeln beziehungsweise Nudelsuppe. In Tokio soll es mittlerweile 5000 "Ramen-Bars" geben, in denen die Japaner ihre Brühe löffeln. Binh Minh Vu hat gleich eine Extra-Maschine aus Japan angeschafft, mit der im Takt die Nudeln frisch hergestellt werden. "Ich war in der ganzen Welt unterwegs, auf Streetfoodmärkten in Dubai und in Asien. Ich finde, Nürnberg ist reif für Ramen!"

Zuletzt residierte das "Tom‘s" mit italienischer Pasta in den Räumlichkeiten. Jetzt lacht einem in dem schmalen, mit viel hellem Holz eingerichteten Lokal ein glücklicher Asiate von einem großen Plakat entgegen – vor sich eine Schüssel Nudelsuppe. "Wir bieten gesunde Küche an. Neben den hausgemachten Nudeln und Suppen, auch viele Gerichte mit Avocado." Zum Beispiel als Pommes, in japanischem Pankomehl frittiert und samt Chili-Mayo-Dip gereicht. Salate, wie ein Mix von Algen- und Wildkräutersalat mit Avocado und Sesamdressing, schmecken an einem heißen Sommertag.

Aber zurück zu Ramen: Ab 7,90 kostet solch eine köstliche Nudelsuppe, deren Grundlage aus Hühner- und Sojabohnenbrühe, Schweine-, oder Dashi-Brühe besteht. Bis zu acht Stunden kochen die Suppen vor sich hin und entwickeln so ihren vielschichtigen Geschmack. Morcheln schwimmen darin, Mais und Frühlingszwiebeln, ein gekochtes Ei oder geschmortes Schweinefleisch.

Wir wählen nicht nur eine Suppe, sondern auch würzige Ramen-Nudeln, im Wok geschwenkt mit Lachs und Gemüse und ein leckeres, leicht scharfes Avocado Curry. Alkohol gibt es hier übrigens nicht – "wir setzen unseren Fokus ja auf gesunde Küche, da passt ein Bier nicht", sagt Vu. Dafür sollte man die selbst gemachten Limonaden und Tees probieren. Oder man bestellt sich seine Suppe telefonisch vor, nimmt sie mit nach Hause – und trinkt dort ein Glas Wein dazu.